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Die Besucherkommunikation der Bayerischen Staatsoper kümmert sich um Ihre Anliegen.

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#97047 von opernfan1
12.03.2018, 14:07
Liebe Besucherkommunikation, wäre es möglich das Programmheft in Zukunft wieder vernünftig zu binden und mit einem ordentlichen Paperback-Umschlag zu versehen. Für 8 €uro ist mir das Programmheft schon zerfleddert zu hause angekommen bevor ich es überhaupt anständig lesen konnte. - Manche Ideen sind leider nicht immer so gut und praktikabel. Bitte in Zukunft wieder die bisherige Qualität - nicht nur bei den Beiträgen wo sie ja immer gegeben ist - sondern auch in der Gestaltung.
#97089 von Karl
12.03.2018, 22:35
Opernfan1 hat vollkommen Recht. Die Bindung des Programmhefts ist ein Ärgernis. Nicht nur der Transport nach Hause setzt dem Büchlein zu (am besten eine feste Hülle mitnehmen, wenn man vorhat, das Programmheft zu kaufen), nach einmaliger Lektüre schaut es schon zerfleddert aus. Das ist ja hoffentlich nicht beabsichtigt. Design und Gestaltung haben da ihre Grenzen, wo es unpraktisch wird.
#97142 von Giorgio_del_Monaco
13.03.2018, 18:01
Hat jetzt nichts mit dem Programmheft zu tun, aber ich wollte nicht noch einen Thread aufmachen:
Kann man die Liveübertragung der "vêpres siciliennes" vom Sonntag noch irgendwo (BR) nachhören. Normalerweise ist eine Übertragung ja immer noch ein paar Tage online.
#97173 von forum_admin
14.03.2018, 12:56
Lieber Giorgio_del_Monaco,

die Redaktion des BR hat sich dazu entschieden den Beitrag dieses Mal nicht online zu stellen. Am Sonntag, den 18. März, können Sie die Vorstellung allerdings live auf STAATSOPER.TV verfolgen.

Herzliche Grüße
Ihre Besucherkommunikation
#97434 von forum_admin
19.03.2018, 12:50
Liebe Forumsuser,

gerne leiten wir Ihnen einen Beitrag der Dramaturgie zum Programmbuch für Les Vêpres siciliennes weiter:
Oper ist eine ephemere Kunst. Beim Fallen des Vorhangs ist sie vorbei, vergänglich wie das Leben – nur noch um ein vielfaches flüchtiger. Aber es gibt Versuche, das Erlebnis festzuhalten. Das Beste wäre die Erinnerung, die zu jeder Zeit alles haarklein wieder abrufen könnte. Oder eine haptisch gewordene Erinnerung und Gedankenanregung: das Programmbuch. Unsere Programmbücher wollen dazu beitragen, dass das Erinnerte mit neuen Gedanken erweitert und immer wieder greifbar wird. Deshalb sind sie auch so unterschiedlich. Bei Il trittico kann man es zu Hause wie ein kleines Triptychon, einen kleinen Flügelaltar aufstellen, bei Manon Lescaut umschlingt der Kuss Des Grieux‘ und Manons den Inhalt. Doch was bleibt nach einem Massaker wie in Les Vêpres siciliennes? Das Programmbuch ist flüchtig wie eine alte Zeitung, die noch unter der Industrieplane, die auf der Bühne vorherrscht, hervorgeholt wurde. Es bekommt schnell Ecken, Kanten, wird schnell abgegriffen und ist selbst in Agonie – aber auf 160 Seiten sind Gedanken eingefangen, Libretto, Originalbeiträge wie der vom Regisseur, der den Kampf gegen die flüchtige Kunst der Opernemotion so aufgenommen hat wie die Protagonisten bei Verdi. Man kann sich dagegen stemmen – aber das ist so sinnlos wie Verdis Aufbäumen gegen den Tod.
#97435 von HGvM
19.03.2018, 12:54
Was das Programmheft betriff, kann ich opernfan1 und Karl nur zustimmen.
Ich wollte fast wörtlich den gleichen Beitrag verfassen. Nach der Vorstellung zu Hause angekommen, sieht das Programmheft aus, als wäre es jahrelang schon in Gebrauch.
Es geht nicht nur um einen ordentlichen Einband; auch wäre die Verwendung von leserfreundlichem Papier, das nicht so fusselig ist und nicht muffelt, sehr angenehm.
Ich hoffe sehr, die Kritik wird aufgenommen und die nächsten Programmhefte sind wieder in angemessener Form.
#97538 von tomdirigent
20.03.2018, 20:00
Zum nichtgezeichneten Beitrag von der forumadministration:
Oh Ihr Operngötter und -göttinnen! Bewahrt uns arme, unwissende, erklärungsheischende Species, genannt Opernbesucher, vor den Bevormundungen durch Dramaturgen! Gebt uns das Recht, uns eine eigene Meinung zu bilden! Sogar über die technische Qualität eines Programmhefts, für das wir 8 Euro zahlen müssen.
#97551 von amintorelarocca
21.03.2018, 02:54
Man kann sich dagegen stemmen – aber das ist so sinnlos wie Verdis Aufbäumen gegen den Tod.


Liebe Besucherkommunikation,

ich gebe mir Mühe, es möglichst nüchtern und wertfrei auszudrücken: Die Antwort Ihrer Dramaturgie möchte vor allem belehren, ist vollkommen frei von jeder Empathie und verwahrt sich in größter Deutlichkeit gegen jede Kritik. Ich möchte Sie herzlich bitten, intern noch einmal zu diskutieren, ob für eine Antwort auf eine Kundenbeschwerde dieser Tonfall wirklich angemessen ist.

Zurück zur Sachebene: Eigentlich dachte ich, meine Vorredner hätten schon alles gesagt, aber offensichtlich besteht weiterer Argumentationsbedarf. Ich darf vorausschicken, dass ich in den letzten gut 20 Jahren praktisch sämtliche Ihrer Opernneuproduktionen im National- und Prinzregententheater besucht habe. Zu allen besuchten Inszenierungen habe ich die Programmhefte gekauft und bislang auch ausnahmslos alle aufbewahrt. Diese füllen bei mir zusammen mit den nicht ganz so zahlreichen Heften aus anderen Opernhäusern ein ganzes Regal. Dass ich damit einem besonders außergewöhnlichen Sammelwahn verfallen bin, glaube ich allerdings nicht: Genauso wie die meisten Menschen ein gutes Buch nach dem Lesen nicht sogleich entsorgen, sondern in den Schrank stellen, soweit es der Platz erlaubt, dürften auch die allermeisten Besucher der Bayerischen Staatsoper das Programmheft aufzubewahren wünschen. Die außergewöhnliche inhaltliche, aber auch gestalterische Qualität dieser Hefte, mit denen wohl weltweit kein anderes Opernhaus mithalten kann, legt das nahe.

Wir sind uns einig, dass es sich bei dem Heft zu Les vêpres siciliennes um ein völlig minderwertiges Druckwerk handelt mit einer Papierqualität, die zu schlecht ist für ein Buch, das man archivieren möchte. Meine Bitte: Bleiben Sie weiterhin so kreativ und schaffen Sie gerne weiterhin hin und wieder ein bibliophiles kleines Kunstwerk. Lassen Sie es aber lieber bleiben, ein unansehnliches Heft in billigster Ausführung drucken zu lassen, das die vermutlich nicht so zahlreichen Käufer verärgert. Ich brauche kein Programmheft, das ich als Flügelaltar verwenden kann, aber ich möchte definitiv auch keines, anhand dessen Minderwertigkeit mir ein Dramaturg die Binsenweisheit von der Flüchtigkeit der Kunstform Oper demonstrieren will.

Teilen Sie mir also bitte mit, wie ich das Heft gegen eines mit vernünftiger Papierqualität und mit vollständigem Umschlag umtauschen kann. Außerdem fände ich es grundsätzlich auch schön, wenn die Bayerische Staatsoper Ihre Besucher als Kunden behandeln würde, deren Kritik man aufnimmt, anstatt sie als sinnloses Dagegenstemmen abzutun.
#97585 von forum_admin
21.03.2018, 18:45
Herzlichen Dank für Ihr Feedback! Keine Sorge, Ihre Rückmeldung wird – wie immer – mit großer Aufmerksamkeit gelesen und entsprechend weiter getragen. In Falle von Beitrag #97434 war es uns wichtig, die GRÜNDE für die Gestaltung des Programmbuchs aus erster Hand zu erläutern – und zwar durch die Entwickler des Programmbuchs, in diesem Falle die Dramaturgie der Bayerischen Staatsoper. Wo in dieser Begründung das „Recht“ entzogen wird, sich „eine eigene Meinung zu bilden“, können wir nicht erkennen und möchten auch betonen, dass dies auch nicht beabsichtigt ist.

Dass der Einband Diskussionen und auch Kritik hervorrufen wird, überrascht uns auf Seiten der Besucherkommunikation natürlich nicht. Wie auch bei inhaltlicher Kritik an Produktionen möchten wir Erläuterungen zu den Hintergründen der Entscheidung für die Gestaltung der Dramaturgie überlassen, da diese wie Sie lesen konnten eng mit der Produktion in Verbindung stehen. Die Diskussion ist in diesem Fall ein weiterer Beleg dafür, wie polarisierend die „Produkte“ unseres Hauses aufgenommen werden – Stichwort #geliebtgehasst. Worüber Sie sich sicher sein können: Wir machen Ihnen nicht aus Fleiß das Leben schwer – und divergierende Positionen bringen uns weiter. Und am Ende entscheiden Sie selbst (frei!), ob Sie sich das Programmbuch kaufen oder in diesem Falle aussetzen möchten. Ich persönlich kann Ihnen das Programmbuch natürlich empfehlen: Inhaltlich hat sich bis auf den Einband nicht viel verändert – und Kostentreiber sind übrigens in der Regel vor allem die Rechte an den (mehrsprachigen) Libretti.

Beste Grüße
Matthias Schloderer
#97586 von amintorelarocca
21.03.2018, 19:20
Sehr geehrter Herr Dr. Schloderer,

danke für Ihre Stellungnahme. Interessanterweise verwenden Sie die Vokabel "polarisieren", die impliziert, dass es gegenteilige Meinungen gäbe. Seien Sie bitte ehrlich: Haben Sie tatsächlich auch schon positive Rückmeldungen seitens der Besucher zur handwerklichen Ausführung dieses Programmhefts bekommen?

Hier im Forum ist diese Meinung bislang noch nicht vertreten. Wer sie hat, möge sich zu Wort melden.

Freundliche Grüße
La Rocca

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